Die St. Johanniskirche ist eine der ältesten Taufkirchen Niedersachsens. Der Backsteinbau im gotischen Stil wurde im 14. Jahrhundert erbaut, begonnen wurde bereits um 1289 mit dem Bau der Kirche. Der 108 Meter hohe Turm ist ein Wahrzeichen der Stadt Lüneburg.

Den Turm der St. Johanniskirche könnte man auch als "den schiefen Turm von Lüneburg" bezeichnen, denn seine Spitze ist 2,20 m aus dem Lot geraten. Die Legende besagt, dass der Bauherr, nachdem er seinen Fehler bemerkte, vom Turm sprang. Doch er hatte Glück, er landete auf einem Heuwagen und überlebte den Sprung. Vor Freude über das ihm wohlgesonnene Schicksal unternahm er eine "Kneipentour" und betrank sich. Er betrank sich so sehr, dass er nach hinten von der Bank kippte und sich das Genick brach und starb. Tja, das mit dem Schicksal ist manchmal schon merkwürdig, man sollte es aber auf jeden Fall nie herausfordern!

Einst waren in der Kirche 39! Altäre. Besonders sehenswert ist der zwischen 1430 und 1485 entstandene Hochaltar und auch die um 1550 gebaute barocke Orgel der Kirche.

Der junge Johann Sebastian Bach lernte in dieser Kirche das Orgelspielen und Komponieren. Ohne die Lehre bei seinem Onkel, der als Kantor in der St. Johanniskirche angestellt war, wäre aus ihm möglicherweise nicht "der berühmte Johann Sebastian Bach" geworden.

Außer Sonntags ertönt täglich ein Turmbläserchoral vom Turm der St. Johanniskirche (Montag bis Freitag um 9:00 Uhr, Samstag um 10:00 Uhr). Von April bis Oktober finden auch Führungen durch die Kirche statt. Weitere Informationen können auf den unten angegebenen Internetseiten abgerufen werden.

Ort: Lüneburg, Am Sande
Entfernung: ca. 7 km
Erreichbarkeit: mit dem Auto oder Bus in ca. 15 Minuten

Internetseiten zur St. Johanniskirche Lüneburg

Internetseiten der Kirchengemeinde St. Johannis
St. Johanniskirche bei Wikipedia
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