St. Nikolai
Von Maik Ondra - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

St. Nicolai ist die jüngste der Lüneburger Kirchen. Um 1406 wurde mit dem Bau einer Kapelle begonnen und ab 1420 wurde diese Kapelle um Chor und Langhaus erweitert. Die Kirche wurde im Stile einer Basilika erbaut - im Gegensatz zu Hallenkirchen sind die Seitenschiffe niedriger als das Mittelschiff. Die Kirche ist ein beeindruckendes Beispiel für die Norddeutsche Backsteingotik.

Damals hatte die Kirche St. Nicolai noch keinen Turm. Mit dessen Bau wurde 1460 begonnen und - wegen fehlender finanzieller Mittel - erst über 100 Jahre später vollendet. Im Laufe der Zeit neigte sich der Turm so stark, dass 1760 das Läuten der Glocken eingestellt werden musste und nachdem 1811 ein Blitzschlag die Turmspitze zerstörte, musst der Turm komplett abgerissen werden.

Die Kirche war dem Verfall preisgegeben - doch auf Inititive des Kantors Klingemann wurde 1864 mit Restaurierungsarbeiten am Kirchenschiff begonnen und 1896 ein neuer Kirchenturm fertiggestellt.

St. Nicolai war einst die Kirche der Schiffer und steht im ehemaligen Wasserviertel der Stadt Lüneburg. Deshalb wird sie auch Schifferkirche genannt. Auch Ihr Name St. Nicolai geht auf den heiligen St. Nicolaus zurück, der als Schutzpatron der Schiffer gilt.

Der Wandaltar der St. Nicolaikirche aus dem 14. Jahrhundert stammt übrigens aus der Lambertikirche, die 1861 abgerissen werden mußte, weil die Standsicherheit der Kirche wegen Bodensenkungen nicht mehr gegeben war.

Ort: Lüneburg, Lüner Straße
Entfernung ca. 8 km
Erreichbarkeit: mit dem Auto oder Bus in ca. 15 Minuten

Internetseiten zur Nikolaikirche:

St. Nicolaikirche bei Wikipedia
Internetpräsenz der Kirchengemeinde St. Nicolai
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